Zugegeben: Bis vor Kurzem haben mein Sohn und ich noch nie etwas vom Medaka, dem japanischen Reisfisch, gehört. Diese Fischart fiel uns quasi nur durch Zufall in die Wanne.

Drei Punkte waren dafür maßgeblich:

1. Unsere Familie konnte sich auf kein Haustier einigen, außer auf Fische.

2. Unser Garten ist zu klein für eine größere Teichanlage.

3. Wir sind in den Besitz einer alten Zinkwanne gekommen, die nicht nutzlos ihr Dasein im Keller fristen sollte.

Also bin ich mit meinem Sohn, der, wenn schon keine Hunde, Katzen, Kaninchen, Hamster oder Ratten als Haustiere in Frage kamen, dann wenigsten Fische haben wollte, losgezogen. Wir wollten die Möglichkeiten eines Fischbesatzes in einem kleinen Biotop ausloten.

Ganz ehrlich: Meine Hoffnungen waren nicht sehr groß, etwas passendes zu finden. Denn es sollten nicht die typischen „Goldfische im Glas“ sein. Etwas artgerechteres hatte ich mir schon vorgestellt und meinen Sohn auch entsprechend vorbereitet.

Um so erstaunter war ich, als uns der freundliche Aquarianer eines Gartencenters den Medaka vorstellte, eine kleine, robuste Fischart, die in Deutschland noch recht unbekannt ist, sich in Asien aber schon lange großer Beliebtheit erfreut.

Mit ca. 6 bis 9 Euro pro Stück ist dies wohl nicht der günstigste Fisch, wenn man dazu noch seine maximale Größe von gerade mal 4 cm berücksichtigt. Da bekomme ich beim nahe gelegenen Fischzüchter schon eine Menge Forellen, die eine schöne Mahlzeit für unsere Familie abgeben.

Aber wir wollen den japanischen Reisfisch ja nicht essen, auch wenn sein Name …

Nein, dieser hat nichts mit irgendeinem Rezept zu tun. Eher mit seinem ursprünglichen Lebensraum, u. A. den Reisfeldern im asiatischen Teil der Erde. Die dortigen nicht gerade einfachen Lebensumstände haben ihn wohl auch zu dieser robusten Fischart werden lassen. So frisst er alles, was in sein kleines Maul passt und soll sowohl mit kalten als auch recht warmen Wassertemperaturen gut umgehen können. Ideal also für unser kleines Wannen-Biotop.

Schaun wir mal, wie er sich bei uns entwickelt. Im Tagebuch werden wir weiter darüber berichten.